Ladeleitung

Eine Ladeleitung kann über den Kontakt Nr. 10 der 13-poligen Steckverbindung nach ISO 11446 hergestellt werden. Vorrangig wird dieser Kontakt zum Laden einer Batterie im Anhänger eingesetzt (z.B. zur Versorgung von Verbrauchern im Caravan).

Die Ladeleitung wird über ein Trennrelais mit der Batterie verbunden, sobald die Zündung eingeschaltet wird oder der Motor läuft.

Die Anschlussleitung zum Kontakt Nr. 10 und die zugehörige Masseleitung am Kontakt Nr. 11 sollten mit einem Querschnitt von 2,5 mm² und mit einer Absicherung von max. 20 A ausgeführt sein.

Hinweis:

Nach der Norm ISO 11446 dürfen die Masseleitungen der Kontakte nr. 3, 11 und 13 nicht elektrisch leitend miteinander verbunden werden.

LED-Technologie

Bei modernen Fahrzeuganhängern kommt es zunehmend zum Einsatz von Leuchtdioden (kurz LED = Light Emitting Diode) für die Anhängerbeleuchtung. Im Gegensatz zu konventionellen Glühlampen handelt es sich bei LEDs um Halbleiterbauteile. Daher kann es bei deren Einsatz bei Blinkerausfall zu einer Fehlfunktion der gesetzlich geforderten Ausfallanzeige kommen. Die Funktion der Ausfallanzeige basiert bei einer Glühlampe auf der Unterbrechung der galvanischen Verbindung zwischen Betriebsspannung und Masse. Eine LED unterbindet aufgrund ihrer Halbleiter-Eigenschaften eine direkte galvanische Verbidung (U ~ 0,7V ). So erfolgt durch den mehrfach verschalteten Aufbau der Leuchtdioden beim Ausfall einer LED keine Anzeige des Defekts. Eine gesetzeskonforme Funktionsweise der Ausfallanzeige kann nicht gewährleistet werden.

Auf Anfrage bietet ERICH JAEGER ein CAN-basiertes Anhängersteuermodul für Fahrzeuge neueren Baujahres an, das die elektronische Erkennung sowohl von Glüh- als auch von LED-Lampen ermöglicht. Durch diese Erkennung werden im Falle eines Lampendefekts die entsprechenden Signale über den CAN-Bus an das Bordnetz weitergeleitet, so dass die Funtkion der Ausfallanzeige konform zu den gesetzlichen Anforderunegn gewährleistet ist.