FAQ



 

 


 

Elektrosätze

• Wie erkenne ich einen ERICH JAEGER Elektrosatz?

Wir haben auf allen Produkten unser Logo mit der dazugehörigen Bezeichnung „ERICH JAEGER“

Neues ERICH JAEGER Logo:


Altes ERICH JAEGER Logo:



• Wie sind die Symbole aus den Einbauanleitungen zu deuten?

Download der Symbol-Bibliothek (Link)



• Wo finde ich die Artikelnummer des Elektrosatzes?

Die Elektrosatzartikelnummern von ERICH JAEGER beginnen für einen 7-poligen E-Satz immer mit 73XXXX und für einen 13-poligen E-Satz immer mit 74XXXX.

Die Artikelnummern sind an den folgenden Stellen zu finden:

Auf der Verpackung:


Auf der Monateanleitung:






• Wo finde ich die Artikelnummer oder Softwarestand des Steuergerätes?

Auf unseren Steuergeräten finden Sie immer ein Nummer beginnend mit 32XXXX. Dies ist die Artikelnummer.

Bei JAEGERCANtrol ist ein kleiner Aufkleber oben rechts in der Ecke:

  1. 1. Steuergerät Artikelnummer (32xxxx)
  2. 2. Hardware- & Softwarestand (HW x.x / SW x.x)
  3. 3. Produktionsdatum



• Wo finde ich den Softwarestand des JaegerCANtrol Steuergerätes, ohne das Steuergerät freizulegen?

Auf der Verpackung:





• Wo finde ich die Kabelstrang Nummer bzw. wie kann ich einen Kabelstrang ohne weitere Unterlagen identifizieren?

Auf einem Etikett, welches ca. 20-50cm vom Steuergerätestecker entfernt um den Leitungsstrang gewickelt ist:





• Wo kann ich Ersatzteile beziehen?

Sie können unsere Produkte über die meisten Unternehmen des Kfz-Teile Vertriebs beziehen.

Einen zuständigen Vertriebspartner in Ihrer Nähe teilen wir Ihnen gerne auf Anfrage mit.



• Welche Informationen sollte ich bei einem Anruf oder für eine E-Mail an den ERICH JAEGER Elektrosatz-Support bereithalten?
 
  • E-Satz Artikelnummer
  • E-Satz Einbauanleitung
  • Bei CAN-Bus E-Sätzen den Softwarestand des Anhängersteuergerätes
  • Ausführliche Problembeschreibung (Fehlfunktionen ohne Anhänger | Fehlfunktionen mit Anhänger)



• Was ist der Unterschied zwischen einem 7- und 13-poligen Elektrosatz?

Der 7-polige Elektrosatz wird in der Regel für kleine Lastenanhänger verwendet. Das Anschließen des Rückfahrscheinwerfers ist nicht möglich.

Beim 13-poligen Elektrosatz kann der Rückfahrscheinwerfer, Dauerstrom und die Ladeleitung am Anhänger genutzt werden. Dieser Elektrosatz ist besonders für Fahrradträger, Wohnanhänger und Pferdeanhänger geeignet.



• Was sind die Vorteile eines 13-poligen Elektrosatzes?
 
  • Das System steht für hohe Zuverlässigkeit und ist wasserdicht nach IP 54k.
  • Über einen Bajonettverschluss wird eine einfache Bedienung garantiert.
  • Das 13-polige System ermöglicht es, im Gegensatz zum 7-poligen System nach ISO 1724, alle Beleuchtungsfunktionen eines Anhängers, Caravans oder Heckträgers zu bedienen. Darüber hinaus sind Zusatzfunktionen und Stromversorgungen für den Caravan-Bereich übertragbar.
  • Die 13-polige Anhängersteckverbindung nach ISO 11446 (auch bekannt unter „JAEGER-System“) wurde im Hause ERICH JAEGER in Zusammenarbeit mit der deutschen PKW-Industrie entwickelt und international genormt.



• Was ist der Unterschied zwischen einem universellen und einem spezifischen Elektrosatz?

Der universelle Elektrosatz ist für viele Fahrzeuge ohne vorbereiteten Kabelbaum passend. Bei diesem muss jedes Kabel einzeln mit Kabelschnellverbindern an den Rückleuchten des Fahrzeuges angeschlossen werden. Jede Lichtfunktion muss an dem jeweiligen Rückleuchten Kabel ausgemessen werden. Die Kabellängen sind nicht für das Fahrzeug zugeschnitten.

Der fahrzeugspezifische Elektrosatz dagegen ist in der Regel in Kabellängen und -Steckern für das jeweilige Fahrzeug zugeschnitten. Die Montage dieses Elektrosatzes ist einfacher, da die Einbauanleitung für das Fahrzeug erstellt wurde und in der Regel die Stecker an den Rückleuchten oder bestimmten Knotenpunkten direkt angeschlossen werden können.



• Was ist ein universeller Elektrosatz?

Ein Universal-Elektrosatz ist für verschiedene Fahrzeugfabrikate und Fahrzeugtypen einsetzbar. Je nach Fahrzeugauslegung sind vom Fachmann noch individuelle Anpassungen an das Fahrzeug notwendig. Der Universal-Elektrosatz zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
  • Die elektrische Anbindung erfolgt mit Einschneidverbindern, welche an der vom Fachmann zu ermittelnden Fahrzeugleitung angeschlossen werden. Hier sind die Leitungsquerschnitte zu beachten, um Leitungsbeschädigungen zu vermeiden.
  • Steuergeräte, Steckdose und Durchführungstüllen sind für einen weiten Funktions-und Geometriebereich ausgelegt. Leitungslängen sind großzügig dimensioniert. Bei fahrzeugspezifischen Besonderheiten können hier Anpassungen des Elektrosatzes durch den Fachmann notwendig sein.
  • Das Einbaumaterial deckt alle Standardeinbauten ab. Fahrzeugspezifische Gegebenheiten müssen mit zusätzlichem Material ergänzt werden.
  • Die Einbauanleitung beschreibt strukturiert einen standardisierten Einbauablauf. Auf fahrzeugspezifische Besonderheiten wird nicht gesondert hingewiesen. Der Einbau sollte vom Fachmann erfolgen.



• Was ist ein spezifischer Elektrosatz?

Ein fahrzeugspezifischer Elektrosatz ist auf den jeweiligen Fahrzeugtyp zugeschnitten. Er zeichnet sich durch folgende Vorteile aus:
  • Kompaktstecker können direkt auf die fahrzeugspezifischen Steckverbinder der Rückleuchten oder an definierten Knotenpunkten kontaktiert werden. Die Einbauzeiten verkürzen sich erheblich und Anschlussfehler werden ausgeschlossen.
  • Steuergeräte, Steckdose und Durchführungstülle des fahrzeugspezifischen Elektrosatzes orientieren sich exakt an der Bordnetzelektronik und Fahrzeuggeometrie. Leitungslängen und Leitungsverlegung wurden passgenau entwickelt. Dadurch werden kurze Einbauzeiten und eine fehlerfreie Funktionsweise ermöglicht.
  • Das vollständig beigefügte Einbaumaterial erlaubt einen fachgerechten Einbau und ist speziell auf den Fahrzeugtyp abgestimmt.
  • Die Einbauanleitung beschreibt in klarer Textform oder Bildbeschreibung den vorliegenden Einbausatz und alle durchzuführenden Arbeitsschritte.



• Was ist eine elektrische Vorrüstung oder Vorbereitung?

Fahrzeuge mit einer Vorrüstung oder Vorbereitung weisen einen Stecker oder bereits auch ein Anhängersteuergerät auf, welche in der Regel im Heckbereich bereitliegen. Hier kann direkt der E-Satz adaptiert werden.



• Welche Vorteile bietet die CAN-Bus Technologie?

Die CAN-Datenbus-Technik (auch CAN-Bus-Technik: Controller Area Network genannt) steht für eine spezielle Übertragungsart der Daten in einem Fahrzeug. Sie bildet als kompakter, zentraler Datenverteiler das Rückgrat des elektronischen Netzwerks im modernen Automobil und verbindet die Mehrzahl der Steuergeräte eines Fahrzeugs miteinander, tauscht Daten aus und übermittelt Signale, um Funktionen zu aktivieren.

Je nach Fahrzeugtyp enthält heute ein modernes Fahrzeug bis zu 70 verschiedene elektronische Steuergeräte, die Nachrichten untereinander austauschen und so viele Funktionen ermöglichen.

Bei der konventionellen Art der Verkabelung würde die Anzahl der Leitungen, Steckverbindungen und Sicherungskästen, die für dieses Funktionspaket notwendig wären, unüberschaubar sein. Ebenso würden sich Produktionsprozesse sehr langwierig gestalten und Fehlerquellen schwieriger zu bestimmen sein. Die CAN-Datenbus-Technik liefert für dieses Problem die perfekt elektronische Lösung.

Bei einigen Fahrzeugen wird auch das Anhänger-Steuergerät durch die CAN-Datenbus-Technik mit dem Bordnetz des Fahrzeugs verbunden.



• Was steht hinter dem Begriff „JaegerCANtrolLED“ Modul?

Die konsequenteste Lösung stellt das neue elektronische Anhängersteuermodul für LED-Lampen von ERICH JAEGER dar, das unter JaegerCANtrolLED firmiert und ebenfalls in das elektronische Bordnetz des jeweiligen Fahrzeugs eingebunden wird. Die Elektronik erkennt das jeweilige System völlig selbstständig und nimmt zugleich die entsprechenden Anpassungen vor. Damit werden Fehlfunktionen ausgeschlossen, und die Verkehrssicherheit wird erhöht. Dabei ist das Modul nicht nur auf die Anwendung für Anhänger und Trägervorrichtungen mit LED-Technologie begrenzt, sondern kann auch für herkömmliche Beleuchtungssysteme problemlos genutzt werden. Mit einem Wort: Kompatibel mit allen gängigen Marken- und No-Name-Leuchten ist das Anhängersteuergerät von ERICH JAEGER ideal für den hochflexiblen Einsatz vor allem im Bereich der Nachrüstung und zugleich absolut zuverlässig. Mit JaegerCANtrolLED ausgestattet, hat jeder Fahrzeughalter überdies die Freiheit, jeden gewünschten Anhänger, jede gewünschte Trägervorrichtung zu wählen und hat damit die größtmögliche Investitionssicherheit.



• Anhängersteuergerät JaegerCANtrolLED mit Diagnose-LED



Ab sofort erhalten alle neu entwickelten JaegerCANtrolLED Steuergeräte eine Selbstdiagnose-LED. Während der Montage und im laufenden Betrieb können nun die unterschiedlichen Zustände des Steuergerätes komfortabel über eine in das Steuergerät integrierte LED Leuchte abgelesen werden:
  • GRÜN: Kein Anhänger angeschlossen (einsatzbereit)
  • GRÜN blinkend: Anhänger angeschlossen
  • LED aus: Standby oder keine Stromversorgung
  • ROT: CAN Verbindungsfehler
  • ROT blinkend: reserviert für weitere Funktionen

Bei der konventionellen Art der Verkabelung würde die Anzahl der Leitungen, Steckverbindungen und Sicherungskästen, die für dieses Funktionspaket notwendig wären, unüberschaubar sein. Ebenso würden sich Produktionsprozesse sehr langwierig gestalten und Fehlerquellen schwieriger zu bestimmen sein. Die CAN-Datenbus-Technik liefert für dieses Problem die perfekt elektronische Lösung.

Das elektrische Modul JaegerCANtrol basiert auf der CAN-Technologie (Controller Area Network). Über ein Interface kommuniziert das Steuergerät mit anderen Fahrzeugsystemen. Digitale Signale wie z.B. „Rücklicht an“ werden eingelesen und als analoge Signale an den Anhänger weitergegeben. Durch das Einlesen fast aller Signale über die 2-adrige CAN-Leitung wird die Konstruktion des Leitungssatzes vereinfacht und die Einbauzeit erneut verkürzt.

Da das Steuergerät in den Fahrzeugbus integriert ist, muss das Fahrzeug nach dem Einbau des Elektrosatzes in den meisten Fällen gemäß der Anweisungen des Fahrzeugherstellers freigeschaltet werden. Die Freischaltung wird in der Regel von einer Vertragswerkstatt durchgeführt und kann mit zusätzlichen Kosten verbunden sein.



• Warum ist eine 12 Volt Spannungsversorgung an dem Anhängersteuermodul erforderlich?

Damit ein elektronisches Steuermodul „arbeiten" und „funktionieren“ kann, benötigt das Modul einen 12 Volt Dauerplusanschluss. Ohne diese Spannungsversorgung wird es zu Fehlfunktionen am Blinker und an der Anhängerbeleuchtung kommen.



• Warum muss die Spannungsversorgung direkt von der Batterie (Dauerplus Klemme 30) erfolgen? Kann auch eine andere Stromquelle benutzen werden?

Damit im Pannenfall auch die Warnblinkanlage am Anhänger aktiv ist und die Parkbeleuchtung bei abgestelltem Fahrzeug funktioniert, ist ein Anschluss an ein 12 Volt Dauerplus unbedingt erforderlich.



• Warum blinken an dem Prüfgerät für Anhängersteckdosen die Kontrolllampen gleichzeitig?

Da die Anhängersteuermodule einen Prüfstrom zur Anhängererkennung aussenden, kann die Anhängersteckdose nicht bzw. nur bedingt mit einem Anhängerprüfgerät mit Dioden Technik kontrolliert werden. Zur richtigen Kontrolle verwenden Sie bitte einen Lichtbalken mit 12V 21 Watt Glühlampenlast, einen Anhänger oder einen Fahrradheckträger.





• Warum muss laut Montageanleitung der Elektrosatz freigeschaltet bzw. Kodiert werden?

Moderne Anhängersteuermodule kommunizieren mit den Steuergeräten des Fahrzeugs. Einige Funktionen, so genannte Komfortfunktionen wie Glühlampenausfallmeldung, Einparkhilfenabschaltung, Gespannstabilisierung und Nebelschlusslichtabschaltung funktionieren erst, wenn das Zugfahrzeug „gelernt" hat, dass eine Anhängerkupplung installiert ist. Deshalb ist es notwendig, möglichst über Fahrzeugherstellereigene Diagnosetester die Anhängerkupplung anzulernen bzw. freizuschalten oder zu Kodieren.



• Was ist eine SVM Kodierung (Maßnahme-Code) beziehungsweise Lizenz Kodierung?

SVM steht für Software Versions Management.

Eine SVM Kodierung führt eine automatische Kodierung (Anpassung) aller notwendigen Fahrzeug Steuergerät durch und ist nur mit dem Original Hersteller Tester (ODIS) verwendbar. Wenn mit einem zugelassenen SVM-Code am Fahrzeug Änderungen vorgenommen werden, wird dies auch beim Hersteller Online automatisch rückdokumentiert! Die neue Ausstattung wird also dem Auto zugeordnet und entsprechend gespeichert. Bei Softwareupdates etc. wird dies dann künftig berücksichtigt.

Der bisherige SVM Code (Maßnahmen-Code) wird teilweise durch eine neue Kodierungsroutine abgelöst.

Die Lizenz Kodierung:

Mit dem Kauf einer Original Anhängerkupplung und des zugehörigen Elektrosatzes erhält der Kunde ein sogenanntes Aktivierungsdokument (Lizenzcode), indem drei Codes zur Freischaltung enthalten sind. Diese werden in der Hersteller Datenbank der Fahrgestellnummer zugeordnet und sind damit nur einmal verwendbar. Ohne diese Codes kann das Fahrzeug mit dem Hersteller-System nicht mehr mit Rückdokumentation freigeschaltet werden.



• Wenn ein Testgerät oder Diagnosegerät zum Kodieren in der Werkstatt verfügbar ist, kann dieses benutzt werden?

Die Vielzahl der auf dem freien Markt befindlichen Testgeräte mit unterschiedlichster Software erlaubt es nicht, genau zu bestimmen, mit welchen „freien" Testgeräten die Kodierung möglich ist. Wir empfehlen daher immer, die originalen Diagnosetester der Fahrzeughersteller zu verwenden oder den jeweiligen Tester Anbieter zu Fragen.



• Warum funktioniert an der Anhängersteckdose nichts, obwohl alles gemäß Montageanleitung angeschlossen ist?

Bei der Erstmontage wurde wahrscheinlich nicht, wie vorgeschrieben, der Masse-Pol der Batterie abgeklemmt. Dadurch konnte sich das Steuermodul nicht am Fahrzeugsystem anmelden. Entfernen Sie die Sicherungen für das Anhängersteuermodul für ca. 5 Minuten, um einen RESET des Moduls durchzuführen.

Des Weiteren muss die Anhänger Steckdosen Verriegelung überprüft werden. Der Steckdosen Kontakteinsatz muss hörbar im Dosengehäuse verrastet sein.





• Die Blinker hinten am Fahrzeug und am Anhänger funktionieren nicht?

Wenn Sie einen Elektrosatz verbaut haben und o.g. Fehlerbild auftritt, ist der Grund hierfür meist die fehlende Dauerstromversorgung des Zusatzrelais. Bitte überprüfen Sie dies.



• Im Lieferumfang meines Elektrosatzes war keine C2-Kontrollleuchte enthalten?

Die C2-Kontrollleuchte wurde früher bis zur Einführung der „Jaegertronic“-Steuergeräte bei jedem Elektrosatz verbaut. Sofern keine serienmäßige C2-Kontrollleuchte im Fahrzeug vorhanden ist, wird „Jaegertronic“ verbaut, um einen Eingriff in das Kombiinstrument oder das Armaturenbrett zu vermeiden.



• Was ist zu tun, wenn das Steuergerät meines Elektrosatzes brummt?

Hier ist zu prüfen, ob Ihr Anhänger über eine Nebelschlussleuchte verfügt, da das Steuergerät den Anhänger unter anderem über die Nebelschlussleuchte erkennt. Ist diese nicht am Anhänger vorhanden muss sie nachgerüstet werden.

Falls eine Nebelschlussleuchte vorhanden ist, muss das Eingangs- und Ausgangssignal der Nebelschlussleuchte überprüft werden, weil die beiden Signale vertauscht wurden.



• Warum muss ich noch ein zusätzliches Kabel an die Bremsleuchten montieren, obwohl die Beleuchtung am Anhänger schon über die CAN-Bus Leitungen funktioniert?

Wenn das CAN-Bus-Netzwerk stark ausgelastet ist, können die Signale für die Bremsleuchten verspätet verschickt werden. Durch den zusätzlichen direkten Abgriff der Signale, wird diese vermieden. Falls die CAN-Bus-Drähte während der Fahrt keine gute Verbindung mehr haben, ist immer noch ein funktionierendes Bremssignal auf dem Anhänger verfügbar. Dies dient ebenfalls als Sicherheits-Einrichtung.



• Warum muss ich nur ein zusätzliches Kabel an nur einen seitlichen Blinker montieren, obwohl die Blinker am Anhänger schon über die CAN-Bus Leitungen funktioniert?

Wenn das Fahrzeug z.B. im Pannen Fall mit Warnblinker abgestellt wird ohne dass ein Zündschlüssel stecken bleibt wird der CAN Bus nach einiger Zeit in Ruhemodus (Sleep Mode) gehen und somit das CAN Signal für den Blinker verlieren. Dies dient ebenfalls als Sicherheitseinrichtung.



• Kann ich meine Einparkhilfesensoren abschalten, wenn ich einen Anhänger anschließe?

Dieses hängt vom verwendeten E-Satz ab:
  • Es gibt E-Sätze die mittels Freischaltung / Kodierung am Fahrzeug eingelernt werden müssen; die Einparkhilfe schaltet dann automatisch ab.
  • Bei einigen Erich Jaeger E-Sätzen kann man für die Einparkhilfenabschaltung, einen Erweiterungssatz bestellen.
  • Andere E-Sätze haben ein multifunktionales Steuergerät mit Anschlussmöglichkeiten, womit die Einparkhilfe universal, anhand des mitgelieferten Schaltplans, abgeschaltet werden kann.
  • Auch ist es möglich, dass Ihr Fahrzeug bereits mit einem Schalter oder Druckknopf auf dem Armaturenbrett ausgestattet ist um die Einparkhilfe manuell abzuschalten.



• Wofür ist der Zusatzschalter (Mikroschalter) in der Steckdose?

Einsatzgebiete des Mikroschalters sind z.B. die Anhängererkennung, die Abschaltung der Einparkhilfe oder die Nebelschlusslichtabschaltung/-Umschaltung bei Anhängerbetrieb. Der Mikroschalter ist ein gekapselter und wasserdichter mechanischer Schalter mit Öffner-, Schließer- oder Wechsler Funktion. Der Mikroschalter befindet sich in der 7-poligen oder 13-poligen Anhängersteckdose und wird über eine Schaltwippe mechanisch durch das Einstecken des Anhängersteckers in die Anhängersteckdose betätigt.



• Mechanischer Abschaltkontakt / Nebelschlusslichtabschaltung (2a / 58b)

Eingesetzt wird der mechanische Abschaltkontakt für die Nebelschlusslichtabschaltung am Zugfahrzeug. Der mechanische Abschaltkontakt ist ein in der 7-poligen (2a) oder 13-poligen (58b) Anhängersteckdose integrierter Schaltkontakt. Die Betätigung (Öffnung) zweier Metallkontakte in der Anhänger-Steckdose erfolgt durch das Einstecken des Anhängersteckers in die Anhängersteckdose.



• Warum leuchten nach E-Satz Installation mehrere Fehlerlampen in der Instrumententafel?

Dieser Beanstandung tritt nur bei CAN-Bus E-Sätzen auf, weil die Datenbus Leitungen falsch angeschlossen wurden. Hier muss erneut der Anschluss der Leitungen geprüft und richtig Angeschlossen werden um weitere Fehler zu vermeiden. Nach Fehlerbehebung ist unverzüglich der Fehlerspeicher zu löschen.

Des Weiteren könnte dieser Fehler auftreten, wenn man einen falschen E-Satz oder ein falsches Steuergerät verwendet. Deshalb E-Satz und Softwarestand prüfen.



• Was ist „Check-Control“?

Das Check-Control System ist ein Bestandteil der Fahrzeugelektronik und überwacht beim Einschalten der Zündung und während des Fahrbetriebs verschiedene Funktionen des Fahrzeugs, wie zum Beispiel die Beleuchtungsfunktionen Stand-, Abblend-, Fern- und Bremslicht, Kennzeichenbeleuchtung, Rückfahrscheinwerfer und Nebelschlussleuchte. Ein Ausfall in der Beleuchtung wird im Armaturenbrett über Lichtsymbole, akustische Signale oder im Multifunktions- Display des Bordcomputers angezeigt (teilweise als Klartext). Da es einige Fahrzeugtypen sowohl mit als auch ohne Check-Control gibt, sind im E-Satz Programm Erweiterungs-Einbausätze erhältlich. Diese können dann als Erweiterung zum Basis-Elektrosatz (7-polig oder 13-polig) eingesetzt werden. Die Check-Control Erweiterungssätze stellen sicher, dass die Funktion im Fahrzeug hochohmig und verlustfrei abgegriffen wird und über Dauerplusversorgung (Klemme 30) am Anhänger geschaltet wird.



• Was ist ein „JaegerFLEX 2in1“ E-Satz?



Mit der Markteinführung des neuen Touran hat Volkswagen einen Lizenzcode zum Freischalten der Anhängerfunktionen für alle neuen Fahrzeuge eingeführt. Dieser wird zukünftig bei weiteren Fahrzeugen des Volkswagen Konzerns Anwendung finden. Daraus ergeben sich für die Kunden zwei Möglichkeiten:

1. Manuelles (lokales) Freischalten der Steuergeräte im Fahrzeug

Der Volkswagen-Konzern hat die Möglichkeit eingeräumt, die Steuergeräte manuell freizuschalten. Hierzu müssen die Hersteller von frei verkäuflichen Testern ihre Software zunächst anpassen. Wenn dies geschehen ist, können Sie die Steuergeräte einzeln.

Die Vorteile:
  • automatische Einparkhilfeabschaltung
  • NSL-Umschaltung im Anhängerbetrieb
  • Aktivierung der Gespannstabilisierung
  • Anpassung vorhandener Fahrerassistenzsysteme auf den Anhängerbetrieb (z.B. ACC)

Folgendes ist zu beachten:
  • Kosten zur Freischaltung des E-Satzes können entstehen
  • nicht jeder Tester kann alle Steuergeräte freischalten
  • Freischaltung wird ggf. nach Vertragswerkstattbesuch (Software Update) wieder zurückgesetzt
  • Fehleranzeigen nach Zurücksetzung der Freischaltung

Damit sich der Kunde nicht vor Erwerb eines Elektrosatzes für eine der beiden Möglichkeiten entscheiden muss, wurden die FLEX E-Sätze erfunden.

2. Verwendung des E-Satzes ohne Freischaltung

Das Fahrzeug muss nicht freigeschaltet werden, die Anhängerbeleuchtung und Blinkerausfallkontrolle ist schon voll funktionsfähig.

Die Vorteile:
  • keine Kosten für die Freischaltung des E-Satzes
  • keine Suche nach einer Werkstatt mit Kodier fähigem Tester
  • keine Zurücksetzung der Freischaltung nach dem Besuch in einer Vertragswerkstatt
  • keine Fehleranzeigen bei fehlender Freischaltung

Folgendes ist zu beachten:
  • Einparkhilfeabschaltung erfolgt nur über Schalter
  • NSL-Umschaltung ist nicht aktiviert
  • Gespannstabilisierung ist nicht aktiviert
  • keine Anpassung vorhandener Fahrerassistenzsysteme auf Anhängerbetrieb

Im Auslieferungszustand werden JaegerFLEX E-Sätze ohne Freischaltung verwendet. Man erspart sich die Kosten für die Kodierung der Steuergeräte und hat nie wieder Probleme mit einer zurückgesetzten Freischaltung. Wenn man jedoch auf die Anpassung der Fahrerassistenzsysteme nicht verzichten möchte, löst man nur eine Steckverbindung am Leitungssatz und der E-Satz kann für den vollen Funktionsumfang von einer entsprechenden Werkstatt freigeschaltet werden.



• Diagnose am CAN-Bus mit JaegerCANtrolLED: 381977, 383077, 381978, 383078, 381979, 383079 ohne Diagnose LED

Der Controller Area Network (CAN-Bus) ist ein serielles Bussystem. Die Spannungspegel der einzelnen Botschaften können mit einem Oszilloskop dargestellt werden. Die Spannungswechsel innerhalb einer Botschaft sind zu schnell, dass man sie mit einem Voltmeter anzeigen kann (Spannungsmessung mit dem Multimeter). Der CAN-Bus besteht in der Regel aus zwei Leitungen, der „CAN-Low“- und „CAN-High“-Leitung (Ausnahme Single-Wire CAN-Bus, meist bei GM-Fahrzeugen).

Weil nicht jedem ein Oszilloskop zur Verfügung steht, kann man das Vorhandensein der Spannungspegel grob mit einem Multimeter prüfen.

Wenn man direkt am Stecker des Steuergeräts misst, kann man dadurch feststellen:
  • Ob der CAN-Bus am Steuergerät komplett fehlt.
  • Ob der CAN-Bus im Eindrahtbetrieb ist (eine CAN-Leitung hat keine Verbindung zum Steuergerät).
  • Ob der CAN-Bus auf beiden CAN-Bus Anschlüssen am Steuergerät anliegt.

In beiden ersten Fällen liegt ein Fehler vor. Die CAN-Bus Anbindung vom E-Satz ist zu prüfen.

Es gibt bei Erich-Jaeger CAN-Bus Steuergeräten drei CAN-Bus Varianten:

Zum Prüfen der Spannungspegel ist mit dem Voltmeter (Multimeter in Spannungsmessung) jeweils gegen Masse zu messen (Masse = Karosseriemasse). Der CAN-Bus sollte aktiv sein, daher bitte mindestens die Zündung vom Fahrzeug einschalten und eingeschaltet lassen.


*die angegebenen Werte sind grobe Werte. Sollte ein stark abweichender Spannungspegel gemessen werden, sollte die CAN-Bus Anbindung vom E-Satz geprüft werden. Bitte gegen (Karosserie-) Masse messen (nicht CAN-High und CAN-Low untereinander messen).

Beispiele:


Fehlerhafte Masse feststellen:
  • Ein Multimeter als Ohmmeter einstellen (Ω, gesprochen „Ohm “griechischer Buchstabe Omega).
  • Mit dem Ohmmeter den Massepin am Modul des jeweiligen Moduls gegen Karosseriemasse messen (Bitte ordentlichen Massepunkt an Karosserie aussuchen).
  • Der gemessene Widerstand ist idealerweise sehr klein, etwa 0Ω bis 2Ω.

Bei CAN-Bus Steuergeräten (JaegerCANtrolLED: 381977, 383077, 381978, 383078, 381979, 383079) führt eine zu hochohmige Masseverbindung zwischen Modul und Karosserie zu einem Versatz der CAN-Bus Pegel, weil die Bezugsmasse des CAN-Bus Transceivers nicht zu den Bezugsmassen der anderen im Auto verbauten Steuergeräten passt. Im schlimmsten Fall (z.B. bei mehreren Ω) kommt es zu einem Kommunikationsausfall des Moduls.

Bei einer komplett fehlenden Masse (Multimeter misst nichts, sehr hoher Ω-Wert) sind die Steuergeräte Funktionslos (wie bei einer fehlenden Spannungsversorgung).

Beispiele der Massepins einiger Steuergeräte:
  • 381977, 383077, 381978, 383078, 381979, 383079, 321114: Steuergerät Pin 1
  • 321391, 321392, 321179, 321162, 321163: Steuergerät Pin 21
  • 321130, 321113: Steuergerät Pin 5